Exkursion in den Neustifter Steinbruch

Es ist schon fast zu einer Tradition geworden: Auch in diesem Jahr durften die Schülerinnen der 7. Klassen im Rahmen des Geographieunterrichts eine zweistündige Exkursion in den Neustifter Steinbruch der Niederbayerischen Schotterwerke Rieger und Seil unternehmen. Sie fand am 29. September 2017 unter der Leitung von Frau Stiglmeier und in Begleitung von Schulleiterin Sr. Vestina und Sr. Anna statt. 
 
Bei schönstem Sonnenschein führten Betriebsleiter Alois Orthuber und Sprengmeister Martin Freun-
dorfer die Schülerinnen zunächst einmal zu einem Punkt, an dem man die imposante Tiefe des Steinbruchs gut einsehen konnte. Die größte Tiefe beträgt 130 m. Damit handelt es sich um die tiefste offene Stelle im Landkreis Passau und weit darüber hinaus.
 
In zwei Gruppen bekamen die Schülerinnen dann die Gelegenheit, verschiedene Anlagen des Steinbruchs wie die Siebmaschine, den Nachbrecher und die Verladung der Züge zu besichtigen. Bereits der Weg dorthin war spannend und erzeugte bei einigen Teilnehmerinnen Nervenkitzel, denn er führte über hohe Eisentreppen, die im Freien neben dem Förderband verlaufen. Die Siebmaschine sorgt – wie der Name schon sagt – dafür, dass kleine und große Steine voneinander getrennt werden. Besonders beeindruckend war der Nachbrecher: Hier werden die großen Steinbrocken zerkleinert. Seine Achse beträgt 10 t bzw. weiter unten sogar 15 t. Doch auch die Verladung war faszinierend: Von oben konnten die Schülerinnen sehen, wie der fertige Schotter maßgerecht in einen Güterwaggon gefüllt wurde. Pro Tag verlassen etwa 1000 t Schotter auf dem Bahnweg den Steinbruch. Darüber hinaus werden durchschnittlich 300 Lkws pro Tag mit den Endprodukten des Steinbruchs beladen; insgesamt beträgt die tägliche Produktion 4000 – 5000 t.    
 
Ein weiterer Blick galt nicht nur der Tiefe des Steinbruchs, sondern auch seiner Weite. Zurzeit umfasst er eine Fläche von 60 ha, von denen 40 ha für den Abbau verwendet werden. Damit er in Zukunft von beiden Richtungen befahrbar sein wird, werden innerhalb des Steinbruchs neue Straßen gebaut.  Nach den vielen Eindrücken durften sich die Schülerinnen und ihre drei Begleiterinnen in der Kantine mit Erfrischungsgetränken stärken. Anschließend beantwortete Herr Orthuber Fragen, die die allgemeinen Informationen, die bereits an den einzelnen Stationen gegeben worden waren, ergänzten: Gegründet wurden die Niederbayrischen Schotterwerke von Georg Seil, der 1882 zufällig Granit in der Wolfach entdeckte und zunächst einen Familienbetrieb errichtete. Momentan sind 65 Mitarbeiter beschäftigt, darunter fünf Frauen, die im Büro arbeiten, und vier Lehrlinge. Gearbeitet wird in zwei achtstündigen Schichten von 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Im Dezember und Januar gibt es eine einmonatige Winterpause, die unter anderem dazu dient, die Maschinen zu warten.
 
Besonderes Interesse zeigten die Schülerinnen an den Erklärungen zum Sprengvorgang: Hierzu wird ein bis zu 30 m tiefes Loch gebohrt, in das der Sprengstoff gefüllt wird. Wöchentlich wird durchschnittlich zweimal gesprengt – um 15:30 Uhr nachmittags, wie man an der Columba-Neef-Realschule oft spüren kann. Da die Sprengmenge und –länge genau berechnet wird, sind normalerweise keine Schäden für die umliegenden Gebäude zu befürchten. Vor allen Dingen wurde abschließend eines versichert: Die Klosterkirche ist auf festen Fels gebaut

  Besuchen Sie uns in Neustift bei Ortenburg

seidl.it - Marketing Consulting - Webdesign Passau Georg Seidl