Mädchen und Technik – eine gefragte Kombination


Dass Mädchen technisch ganz vorne dabei sind, beweisen die Schülerinnen der Columba-Neef-Realschule Neustift inzwischen seit sechs Jahren. Solange läuft das Projekt „Technik für Kinder“ (kurz: TfK) an der Schule schon und in jedem Jahr werden es mehr Mädchen, die mitmachen möchten. Physiklehrerin Karin Regiert muss inzwischen bei der eigentlichen Teilnehmergrenze beide Augen zudrücken, um keinem der technikinteressierten Mädchen den Kurs verwehren zu müssen. Der Kurs bietet zahlreiche Vorteile. So kann unter anderem die Schule die Schülerinnen dadurch noch besser auf das spätere Berufsleben vorbereiten.

Die Schülerinnen selbst haben jede Menge Freude am Kurs und neue Interessen werden geweckt. Fragt man die Mädchen nach ihrem persönlichen Highlight des Kurses, ist nur ein Wort zu hören: Löten. Denn löten ist klasse, in diesem Punkt sind sich alle einig. Ein bisschen Respekt hat die eine oder andere zwar schon, immerhin ist der Lötkolben doch ziemlich heiß und der Finger schnell mal zu nah dran. Aber es überwiegen die Neugier und der Spaß daran Dinge auszuprobieren, die im Alltag so nicht möglich wären. Eine Sirene, einen Wechselblinker und eine Taschenlampe hat jeder aus der 18-köpfigen Gruppe zusammengebaut. Die eigenen Werke dürfen natürlich mit nach Hause genommen und den Eltern präsentiert werden. Stolz können die Fünftklässlerinnen in jedem Fall auf ihr neu erlangtes Wissen sein.
In diesem Kurs könnte außerdem die Zukunft einiger Mädchen bestimmt werden, denn technische Berufe sind weiterhin gefragt wie nie und das Interesse entsteht häufig beim Erfahrungen sammeln. Der stellvertretende Landrat Raimund Kneidinger hat daher bei der letzten Kursstunde noch einmal deutlich gemacht, dass viele Unternehmen der Region technikbegeisterte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen suchen und bei einem ordentlichen Abschluss der gute Job in einem gefragten Unternehmen eine „gmahde Wies“ sei. Neben dem stellvertretenden Landrat waren an diesem Nachmittag noch weitere Gäste auf Einladung von Schulleiterin Sr. Vestina an die Realschule gekommen, so der Bürgermeister der Marktgemeinde Ortenburg, Stefan Lang, der Vorstand von TfK, Heinz Iglhaut, und Alexander Wißpaintner von der Firma Mikro-Epsilon.

Die Idee zu Technik für Kinder wurde 2010 durch TfK-Vorstand Heinz Iglhaut geboren und umgesetzt. Seither läuft das Projekt mit über 30.000 Kindern an 200 Schulen in Niederbayern und der Oberpfalz. Dank wurde Micro-Epsilon Geschäftsführer Alexander Wißpeintner vor allem seitens des Ortenburger Bürgermeisters Stefan Lang, des stellvertretenden Landrats Raimund Kneidinger und den Vertretern der Realschule Neustift für die Unterstützung und Finanzierung ausgesprochen. Ohne die Förderung von Micro-Epsilon wäre demnach TfK in Neustift nicht möglich. Geleitet wurde der aktuelle Kurs von Daniel Altmannsperger und Laura Bockholdt, beide Auszubildende im technischen Bereich bei Micro-Epsilon. Laura war, wie auch einige andere Micro-Epsilon Mitarbeiterinnen, selbst einmal Schülerin an der Neustifter Realschule. Seit den Anfängen von TfK engagiert sich das Ortenburger Technologieunternehmen für das Projekt, um bereits heute die künftigen Mitarbeiter von morgen für Technik zu begeistern. Engagement und Freude sollen schließlich später auch die Basis im Berufsleben sein. Alexander Wißpeintner betonte, dass Technologieunternehmen wie Micro-Epsilon von motivierten Mitarbeitern leben, die Freude an ihrer Arbeit und technischen Themen haben. Im Rahmen eines Praktikums oder durch das Absolvieren einer Ausbildung stehen jungen Leuten bei Micro-Epsilon stets die Türen offen.

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