Schulkleidung


Seit dem Schuljahr 2006/2007 ist das Tragen einheitlicher Schulkleidung an unserer Realschule Pflicht.

Unsere Schulkleidung hilft den Schülerinnen, ihre Persönlichkeit durch emotional-soziales Engagement und Leistungskompetenz und nicht durch Identifikation mit Äußerlichkeiten zu entwickeln.

Unsere Schulkleidungskollektion beschränkt sich auf hochwertige Oberbekleidungsteile, die mit dem Schullogo bestickt sind. Die Trageeigenschaften und die Qualität der passenden Kleidungsstücke wurden von einer Modellklasse im Vorfeld ausführlich getestet. Die Bestellaktionen werden in der Schule halbjährlich durchgeführt. Außerdem besteht die Möglichkeit, guterhaltene und preiswerte Schulkleidung bei unseren mehrmals jährlich stattfindenden Flohmärkten zu erwerben.

Unsere Gründe für einheitliche Schulkleidung

  •   Identifikation mit der Schule (Corporate Identity)
  •   Förderung der Klassengemeinschaft
  •   Stärkung der Teamfähigkeit
  •   Unterdrückung des Markenzwangs
  •   Beitrag zur Chancengleichheit
  •   Stärkung des Selbstbewusstseins
  •   Steigerung der Leistungsbereitschaft
  •   Gespür für angemessene Kleidung
  •   Kostenersparnis
Anforderungen an die Kleidungsstücke

  •   Qualitativ hochwertige, pflegeleichte Ware
  •   Gute, bequeme Passform
  •   Modischer Schnitt
  •   Große Farb- und Modellauswahl
  •   Alle Größen lieferbar
  •   Alle Modelle über mehrere Jahre  lieferbar
  •   Viele Kombinationsmöglichkeiten
  •   Angemessen für „Institution Schule“
  •   Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  •   Kleidung soll nicht „uniformartig“ wirken

Vilshofener Anzeiger vom 01.11.2016

Bunte Trendsetter in der Schullandschaft

Seit zehn Jahren ein Erfolg: verpflichtende Schulbekleidung an der Columba-Neef-Realschule
von Gesine Hirtler-Rieger

Die Schulsprecherinnen Pia Schneider, Gina Maier und Gjemile Kabashi (v.l.) tragen ihre Shirts und Jacken, die es in vielen Farben gibt, gerne. − Fotos: Hirtler-Rieger

Neustift. Der Medienhype war groß, als die Mädchenrealschule Neustift im Schuljahr 2006/2007 die einheitliche Schulkleidung verpflichtend einführte. Reporter gaben sich die Klinke in die Hand, filmten und berichteten über die Schule, die sich so etwas traut. Nach zehn Jahren ziehen Schulleiterin Schwester Vestina und Konrektorin Beatrix Kröninger Bilanz: "Die Schulkleidung hat sich wirklich bewährt."
Dem stimmen auch die Schülerinnen Gina Maier, Pia Schneider und Gjemile Kabashi zu: "Unsere Schulkleidung ist okay, die Auswahl ist groß", sagen die drei. Grau und langweilig ist sie tatsächlich nicht. Die Mädchen können morgens zwischen sechs unterschiedlichen T-Shirts, zwei Langarm-Shirts und fünf verschiedenen Jackenmodellen wählen – in Smaragd, Türkis, Pink, Zartgelb, Violett, Schwarz und vielen weiteren Farben. "Ich muss nicht mehr täglich überlegen, was ich anziehe. Das hat sein Gutes", sagt Pia. Die Schulkleidung beinhaltet nur Oberteile, denn "die obligatorische Jeans stellt ohnehin eine Art Uniform dar", meint Beatrix Kröninger.
Keine einzige Schülerin und erst recht kein Elternteil haben während der zehn Jahre jemals Kritik geäußert oder sich gar beschwert, sagt Elisabeth Voggenreiter, die zusammen mit Georgine Schedel alles rund um die Schulkleidung koordiniert. Denn diese soll preisgünstig sein, aber auch strapazierbar, modisch schick, in allen Größen und am besten über mehrere Jahre lieferbar. Gar nicht so einfach, haben die Lehrerinnen festgestellt. Umso mehr freuen sie sich, dass aus dem Wagnis eine Erfolgsgeschichte wurde.
Überrascht sind sie, dass viele Schulen bei ihnen angefragt haben und einige dem Beispiel gefolgt sind und Schulkleidung auf freiwilliger Basis eingeführt haben.
Einzigartig in Niederbayern
Doch vor der Verpflichtung schreckt jede Schule zurück: "Die trauen sich nicht, ich kenne keine einzige außer unserer Schule", sagt Elisabeth Voggenreiter. Sogar die Schule in Haag in Oberbayern, bei der sich die Frauen damals selbst Anregungen geholt haben, hat sich mittlerweile wieder von der Verpflichtung zum einheitlichen Look verabschiedet und stellt es den Schülern frei. "Sobald es aber freiwillig ist, verläuft es nach einer gewissen Zeit im Sand", meint Voggenreiter.
Sie sieht nach wie vor die großen Vorteile des gleichen Outfits: Die Identifikation mit der Schule, die Förderung der Klassengemeinschaft und die Unterdrückung des Markenzwangs. Gerade im Sommer wird das leidige Thema "bauchfrei" elegant gelöst, und auch über Spaghettiträger muss nicht mehr debattiert werden. "Wir vermitteln den Mädchen ein Gespür für angemessene Kleidung", sagt Schwester Vestina. Jährlich wird ein Second-Hand-Basar durchgeführt, bei dem man gut erhaltene und preiswerte Schulkleidung erwerben kann.
Die Gemeinsamkeit ist auch am Logo erkennbar, das deutlich zu erkennen ist und auf jedem Kleidungsteil prangt: zwei abstrahierte Kinder, die sich dynamisch zu einem Kreuz formieren. Das Kreuz verweist auf die christlichen Werte, die in der Klosterschule vermittelt werden. Die Kinder symbolisieren Individualität und Zusammenhalt. Gerade die kleinen Kinder, sagt Beatrix Kröninger, tragen die Kleidung und das Logo mit Stolz. Für die Großen ist es Alltag geworden, und in ihren Berufspraktika sehen sie, dass auch da Arbeitskleidung normal ist.
Und das Lehrpersonal? Die jüngere Generation trägt gerne auch mal Schulkleidung. "Aber irgendwann kommt das Alter, wo T-Shirts einfach nicht mehr zu einem passen", sagt Elisabeth Voggenreiter. Sie trägt eine Bluse und eine Strickjacke, an der das Logo ebenso steckt. Das gestickte Logo wird einzeln verkauft und kann überall angebracht werden. Auch Schwester Vestina trägt ein kleines Logo aus Metall an ihrem Habit, um ihre Zugehörigkeit zur Realschule deutlich zu machen.
 
Die Mädchen, die vor zehn Jahren als erste verpflichtende Schulkleidung bekamen, waren stolz darauf. Sie verewigten sich
auf einem "Erstling" und schenkten das Shirt Schwester Vestina bei der Schulentlassungsfeier. Fotos: Hirtler-Rieger
WIE ALLES BEGANN
Im Frühjahr 2004 nahm die Realschule am Gründungsspiel "Ideen machen Schule" des Hans-Lindner-Instituts in Arnstorf teil. Das Team Cool@School wurde Gesamtsieger mit der Idee einer Handelsgesellschaft für moderne Schul- und Teamkleidung.
Im Sommer 2005 wurde die Schulbekleidung, nachdem dies zuvor verstärkt in den Medien thematisiert worden war, in einer Gesprächsrunde mit MdL Konrad Kobler aufgegriffen. Die Planung wurde ab Herbst konkret.
Im Winter 2006 sicherte Prof. Norbert Seibert vom Lehrstuhl für Schulpädagogik an der Uni Passau die wissenschaftliche Begleitung des Projekts zu.
Im Frühjahr 2006 wurde die Klasse 8c Testklasse bis zum Schuljahresende.
Im Juni 2006 wurde eine Umfrageaktion bei der Anmeldung der neuen Schülerinnen gestartet. Alle Eltern der neuen 5. Klassen befürworteten die verpflichtende Einführung einheitlicher Schulkleidung.
Im September 2006 wurde die einheitliche Schulbekleidung mit den neuen 5. Klassen offiziell eingeführt. Schülerinnen der höheren Klassen trugen die Schulkleidung freiwillig. Mittlerweile ist sie für alle verpflichtend und wird als "Arbeitskleidung" gesehen.
 

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