Viel Theater – da macht Schule richtig Spaß

von Helmuth Rücker, Vilshofener Anzeiger vom 11.06.2016
140 der 333 Schülerinnen der Columba-Neef-Realschule präsentieren das Ergebnis ihrer Wahlfächer – Mehrere Male eine volle Turnhalle
 
Neustift.
Mathe kann nerven. Englisch nicht weniger. Schule ist eben mehr Pflicht als Lust. Doch wie Schule so richtig Spaß machen kann, beweisen die Schülerinnen der Columba-Neef-Realschule Neustift bei ihrem Sommerfest. Da tanzen sie, da turnen sie, da singen und spielen sie mit einer derartigen Freude und Begeisterung, dass die Erwachsenen unter den Zuschauern wehmütig feststellen, wie schön doch Schule sein kann.
 
Die Schülerinnen vorzugsweise der 5. und 6. Klassen präsentieren, assistiert von älteren Schülerinnen, das Ergebnis ihrer Wahlfächer. Einmal in der Woche haben sie Tanz, Zirkus, Chor oder Schwarzes Theater. Das, was einstudiert wird, steht unter einem Thema – in diesem Jahr Walt Disney. Je näher das Sommerfest rückt, desto mehr fügen sich die Teile ineinander und werden bei der Aufführung zu einem bunten Ganzen, das die Besucher (am ersten Abend 250, am zweiten 330) begeistert. "Jedes Jahr denke ich mir: Jetzt gibt es keine Steigerung mehr. Und sie schaffen es doch!", sagte Bürgermeister Stefan Lang.
 
Witzig, frech und kreativ präsentierte sich immer wieder das Schwarze Theater. Die Zuschauer strengten ihre Augen an: Wo sind denn da die Akteure? Nicht zu sehen!  Die Mädchen treten mit einer großen Spielfreude auf und lernen dabei durchaus viel: Arbeiten im Team, Rücksichtnahme, Kritik, Ausdauer, Leistungsbereitschaft, Auftreten vor einem großen Publikum. Und die Zuhörer lernen viel über Walt Disney, können seine Figuren zeitlich einordnen und lassen sich bei bekannten Melodien bestens unterhalten.
Walt Disney, der 1966 mit 65 Jahren starb, schuf viele Charakter-Figuren, die jeder kennt. Sie lebten an diesem Abend alle auf: Mickey Mouse, Schneewittchen, Tarzan, die Meerjungfrau Arielle, die Eiskönigin, Peter Pan, Aladdin oder die Piraten aus der Karibik. Die Lehrkräfte Konrektorin Beatrix Kröninger, Birgit Wolf-Geisberger, Andreas Köck und Schwester Gabriele fanden stets Beiträge, wie sich zum Beispiel das Dschungelbuch in Szene setzen ließ, ohne den großen Meister direkt zu kopieren.
Das zweistündige Programm wird an drei Vormittagen auch für Schulen aufgeführt. "Voll nervös sind wir aber nur am Abend, an denen die Ehrengäste und die Eltern im Publikum sitzen", verriet Moderatorin Laura Gerl.

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Zeitzeugen zu Besuch an der Columba-Neef-Realschule in Neustift


Neustift. Historiker arbeiten oft mit Sach-, Bild- oder Textquellen, aber auch mit Filmen und - sofern dies möglich ist - mit Zeitzeugen. Diese ganz besondere Erfahrung durften die Schülerinnen der 10. Klassen nun im Rahmen des Geschichteunterrichts machen. Mit Bertha und Josef Arbinger aus Reisbach im Landkreis Dingolfing-Landau, konnten Schulleiterin Sr. Vestina und der Geschichtelehrer Herr Michael Trapp zwei Zeugen für die Zeit des 2. Weltkrieges und der Nachkriegszeit an der Realschule zu zwei besonderen „Geschichtestunden“ begrüßen.
Auslöser für den Besuch waren Gespräche des Lehrers mit dem Ehepaar in familiärer Runde, denn sie sind Tante und Onkel von Herrn Trapps Mutter, die die Zeitzeugen an diesem Tag nach Neustift gefahren hat.
Die Schülerinnen hatten sich bereits im Vorfeld der Veranstaltung Fragen zu den Themengebieten überlegt und diese gesammelt. Herr Trapp hat dann die Zeitzeugen in Vorgesprächen über die Fragen der Schülerinnen und über den Ablauf informiert, damit sie sich darauf einstellen konnten.
Die „Oral-History-Stunde“ fand in einer ungezwungenen Atomsphäre mit Getränken und Gebäck und einer angenehmen Sitzordnung statt. Nach einer kurzen Vorstellung erzählte Frau Arbinger über ihre Zeit als Schülerin in Höcking bei Landau an der Isar. Sie berichtete wie sie vor der Schule den Gottesdienst besuchte, wie beschwerlich der Schulweg vor allem in den Wintermonaten war, was sie mir ihren Freunden in der Freizeit gemacht hat und wie die damals gefürchtete Strenge der Lehrer auf sie gewirkt hat.
Die Schülerinnen lauschten auch gespannt den Ausführungen von Herrn Arbinger, der von seiner Zeit als Soldat an der Front in Belgien, erlittenen Verletzungen und der anschließenden Gefangenschaft berichtete. Die Kriegszeit war für die Bevölkerung sehr hart, da die Zahl der Gefallenen in vielen Ortschaften sehr hoch war und viele Familien alle Söhne verloren haben, so Bertha Arbinger.
Im weiteren Verlauf stellten die Schülerinnen viele Fragen zur der im Geschichteunterricht behandelten Nachkriegszeit. Frau Arbinger berichtete unter anderem, dass sie zusammen mit einer Verwandten bei den Bauern in der Umgebung „gehamstert“ hat, d.h. dass sie um Lebensmittel gebettelt hat, um genug zu essen zu haben. Außerdem schickten sie auch Lebensmittel nach München zu Verwandten.
Dorthin zog sie im Jahr 1946 aus persönlichen Gründen, also nicht wie viele andere, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen mussten. Ihre Ausführungen zu ihrer Anstellung im Hause eines amerikanischen Majors, bestätigten viele im Unterricht erarbeitete Themen aus erster Hand.
Zum Schluss der Gesprächsrunde stellten die Zeitzeugen fest, dass es die oft so beschworene „Gute alte Zeit“ nicht gegeben hat und dass die lange Friedensperiode in Europa seit dem 2. Weltkrieg ein unbezahlbares Glück für alle darstellt. Schulleiterin Sr. Vestina überreichte den drei Gästen jeweils ein kleines Präsent und dankte ihnen für die interessanten Gespräche und die Bereitschaft ihre Erfahrungen an die jungen Schülerinnen weiter zu geben.


 
Columba-Neef-Movical begeisterte alle Gäste
Potpourri aus Gesang, Tanz und Theater – originelle und einfallsreiche Mitmachshow


„Bühne und Manege frei!“ hieß es auch heuer wieder an der Columba-Neef-Realschule Neustift für die Akteure des zweiten Columba-Neef-Gut und gesund- Movicals. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr hatten die Schülerinnen der Wahlfächer Tanz, Zirkus, Schwarzes Theater, Chor und weitere Mädchen der 5., 6. und 7. bis 9. Klassen zusammen mit Konrektorin Beatrix Kröninger sowie den weiteren betreuenden Lehrkräften Birgit Wolff-Geisberger, Sr. Gabriele Kren, Andreas Köck passend zum laufenden Projekt „Gute gesunde Schule“ eine schwungvolle Mitmach-Revue aus Tanzeinlagen, Gesang und Theater einstudiert. Vier charmante Moderatorinnen führten kurzweilig und souverän durch das Programm, animierten das Publikum, es den Darstellerinnen auf der Bühne gleich zu tun und leiteten zu so mancher lustigen Übung an. Da jeder einzelnen Akteurin auf der Bühne die Begeisterung und der Elan wahrlich ins Gesicht geschrieben standen, sprang der Funke rasch auf das Publikum über. Gleich die erste Tanznummer der 5. Klassen „I am a Barbie Girl“ riss die Gäste mit und die Mädels zeigten, wie einfach Bewegung geht und vor allem, dass sie richtig Spaß bringt. Der Chor besang im Anschluss die Vorteile, die körperliche Fitness mit sich bringt, etwa im Song “Keep your body fit“, eine im Computerzeitalter durchaus zu beherzigende Aufforderung für die Jugend von heute. Auch die anderen Lieder wurden nuancenreich und exakt artikuliert sowie mit einer spürbaren Freude am Singen vorgetragen. Dass auch frische Luft und gesunde Ernährung einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden leisten, machten die Darstellerinnen des Schwarzen Theaters deutlich, die Drachen steigen ließen oder die im italienischen Lied „Alegria“, auf Deutsch „Freude“, italienische Lebensfreude pur versprühten und hier ein poetisches Standbild zum Leben erweckten sowie mit beeindruckenden Tanzeinlagen im Schwarzlicht glänzten. Die gesunde Milch der Kühe, die Energie und Kraft für den Tag spendet, wurde erneut tänzerisch und gesanglich verarbeitet. Jede der Darbietungen wurde durch spezielle akustische und visuelle Effekte vom Technikteam um Lehrkraft Michael Trapp begleitet. Einer von etlichen Höhepunkten war zweifelsohne die „Liebe Laurentia“, bei der zwei der Ehrengäste, nämlich stellvertretende Landrätin Gerlinde Kaupa und 2. Bürgermeister der Marktgemeinde Ortenburg, Ludwig Nothaft, auf die Bühne gebeten wurden, um mit den Schülerinnen das sonst unter dem Namen „Auf und nieder“ bekannte Lied zum Besten zu geben. Auch im Publikum schunkelte man eifrig mit, stand auf und setzte sich wieder. Dann wurde es erneut temperamentvoll mit einem Hauch von fremdländischem Flair: Die Fünftklässlerinnen hatten ihre Sitzbälle zu Trommeln umfunktioniert und präsentierten eine rasante Trommelshow. Hierbei ist wiederum die beachtliche Ensembleleistung aller Schülerinnen hervorzuheben, die den Mädchen Rhythmusgefühl und synchrone Bewegungsabläufe abverlangte. Ebensolche Eigenschaften demonstrierten auch die Tanzsäcke des Schwarzen Theaters, die von ruhigen bis quirligen Bewegungen alles beherrschten. Natürlich durften auch die flotten Zirkusnummern der 5. und 6. Klassen nicht fehlen, die die Bühne kurzer Hand in eine Manege verwandelten, in der Akrobaten, wie Jongleure, Tänzer und Zauberer ihre Künste vorführten. Dann wieder wurden die Gäste miteinbezogen etwa beim „roten Pferd“ oder den „Fußballkids“, wobei der Saal tobte und besonders die jungen Gäste im Publikum nicht mehr zu halten waren. Kam mit den „Good night sweethearts“ nochmals eine poetische und romantische Nummer des Schwarzen Theaters zum Bestaunen, konnten alle mit „Let`s twist“ abschließend ihr musikalisches und tänzerisches Talent erproben. Vor der Veranstaltung und in der Pause konnten sich alle Besucher mit Getränken und leckeren Köstlichkeiten stärken, die einige Schülerinnen zusammen mit den Lehrkräften Eva-Feigl-Fox und Elisabeth Voggenreiter vorbereitet hatten und die von den Lehrkräften verkauft wurden.

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Weihnachten bedeutet so viel ...

Neustifter Realschülerinnen beeindrucken mit vielfältigem Weihnachtskonzert

Einen stimmungsvollen vorweihnachtlichen Abend bescherte die Columba-Neef-Realschule Neustift den zahlreichen Gästen beim diesjährigen Weihnachtskonzert in der vollbesetzten Klosterkirche. In den vergangenen Wochen hatten Schülerinnen aus den verschiedenen Jahrgangsstufen mit viel Enthusiasmus zusammen mit den Musiklehrkräften Sr. Gabriele Kren und Andreas Köck ein buntes Medley aus verschiedensten Weihnachtsstücken der Musikgeschichte zusammengestellt und einstudiert.
Nach einem einleitenden Gedicht, vorgetragen von zwei Schülerinnen der 6 b, begrüßte Schulleiterin Sr. Vestina Kitzhofer die Gäste und wünschte einen besinnlichen und ebenso unterhaltsamen Abend. Gemeinsam stimmte man sich sogleich mit dem Lied „Wir sagen euch an ...“ auf den weihnachtlichen Streifzug durch viele bekannte und traditionelle Weihnachtslieder ein. Dabei zogen die 5. Klassen mit Lichtern in die Kirche ein und verbreiteten damit eine feierliche, weihnachtliche Vorfreude. Durch das Programm führten die Schülerinnen Isabella Gerheiser aus der 7. Klasse und Sophia Nigl aus der 6. Klasse. In natürlicher und charmanter Weise kündigten sie nicht nur die jeweiligen Interpreten an, sondern ergänzten immer wieder Interessantes wie Wissenswertes zu den einzelnen Instrumental- oder Gesangsbeiträgen. Die 5. Klassen, die gemeinsam Rolf Zuckowskis „In der Weihnachtsbäckerei“ und das traditionelle Lied „Stern über Bethlehem“ zum Besten gaben oder aber den Unterstufenchor bei dem Klassiker „Weihnachten bedeutet so viel“ mit ihren hellen und klaren Stimmen bereicherten, fieberten diesem Auftritt natürlich genauso gespannt entgegen wie die 6. Klassen. Auch sie waren mit etlichen Liedern vertreten, wie z.B. „S `Christkindl woant“ oder auch einem irischen Lied, das einzelne Schülerinnen mit zusätzlichen Rhythmusinstrumenten eindrucksvoll interpretierten. Begleitet wurden sie wiederum von Sr. Gabriele Kren an Klavier bzw. Keyboard. Auch ein berühmtes deutsches Weihnachtsgedicht von Freiherr von Eichendorff wurde von zwei Schülerinnen der 6 b vorgetragen und ergänzte den musikalischen Reigen. Ferner durften so populäre Hits wie „Rudolph“ oder „Feliz Navidad“ nicht fehlen, die die 6 b zusammen mit Musiklehrer Andreas Köck einstudiert hatte und die zum Mitsingen einluden. Neben diesen Gruppenauftritten ist das Engagement einzelner Solisten besonders zu betonen, die mit ihrer Leistung das Publikum beeindruckten. Hier machte Sophia Nigl aus der 6 a mit „Love is all around“ von „WetWetWet“ und „Last Christmas“ von „Wham“ den Anfang und begleitete sich selbst auch noch auf der E-Gitarre. Sehr gefühlvoll und mit stimmlichen Nuancen trug Melissa Gest aus der 10 b Bing Crosbys „Silver Bells“ vor und wurde dabei von ihrer Mitschülerin Theresa Heinrich aus der 10 b souverän am Keyboard begleitet. Zusammen mit Johanna Duschl, ebenfalls 10 b, zeigten die drei Schülerinnen noch bei weiteren Liedern ihr musikalisches Talent. Ebenso überzeugen konnte Theresa Hofer aus der 6 a mit einem Auszug aus einem Konzert für Violine von Antonio Vivaldi. Andere Akzente wiederum setzte das Saxophonduo, bei dem Musiklehrer Andreas Köck zusammen mit Sophia Markl und Anna-Lena Jeske als Begleitung aus der 9. Klasse in der Klosterkirche eine besondere Klangatmosphäre schufen. Nachdem sich Sr. Vestina Kitzhofer bei allen Beteiligten für das große Engagement bedankt hatte und allen Gästen frohe Weihnachten gewünscht hatte, erklang noch ein Stück aus dem Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, gespielt von Theresa Heinrich an der Orgel. Vor und nach dem Konzert lud der Elternbeirat noch an seinem stimmungsvoll illuminierten Weihnachtsstand vor der Kirche zu Punsch und Plätzchen ein.


Kennenlerntag mit Besinnung, Spiel und Spaß für unsere Jüngsten

Fünftklässlerinnen erkunden ihre Columba-Neef-Realschule Neustift

Einen erlebnisreichen und vergnüglichen Tag verbrachten die neuen Fünftklässlerinnen an der Columba-Neef-Realschule Neustift zusammen mit ihren Klassleiterinnen. Dieser beliebte Kennenlerntag findet jedes Jahr für die Neuankömmlinge in den ersten Tagen des neuen Schuljahres statt, um bei den Fünftklassmädchen das Eingewöhnen und Kennenlernen an der weiterführenden Schule zu fördern. Auch dieses Jahr wieder hatten sich die Klassleiterinnen ein buntes, vielseitiges Programm überlegt, an dem sich alle Mädels mit sichtlicher Freude beteiligten. Spielerisch-gesellige sowie kreative Aktivitäten luden zum Mitmachen ein und alle Mädchen zeigten sich gleich kontaktfreudig, aufgeschlossen und kameradschaftlich, so dass den Tag alle harmonisch erlebten. Bereits bei meditativen Tänzen und kleinen Gesprächsrunden bewiesen die Neuankömmlinge Geschick sowie Einfallsreichtum und der wichtige Gemeinschaftsgedanke stand stets im Mittelpunkt des Tages. Ob bei Spielen, Bastelarbeiten oder der Schulhausrallye, überall konnten die Mädchen gleich erleben, wie wichtig und stärkend das Erleben christlicher Werte für ein gutes Miteinander ist. In der Mittagspause ließen sich alle Suppe und anschließenden Pfannkuchen mit Marmelade oder Apfelmus schmecken. Auch am Nachmittag wurde mit Freude weiter gespielt und gerätselt, auch die Tutorinnen der Schule engagierten sich bei der Betreuung der jüngsten Columba-Mädchen. Zum Kennenlernen des neuen Umfelds gehörte natürlich ebenso ein Rundgang durch die Außenanlagen der Schule, hier machte ganz besonders der idyllisch und liebevoll angelegte Klostergarten, der zum Verweilen einlädt, einen großen Eindruck auf die Mädchen. Ebenso interessiert nahmen die Schülerinnen auch die Erklärungen zur Entstehung bzw. Geschichte der Schule sowie des Klosters auf, eine Besichtigung von Kloster- und Pfarrkirche durfte da natürlich ebenfalls nicht fehlen. Voller Freude über diesen besonderen Schultag und das dabei erlebte freundschaftliche Miteinander machten sich die Schülerinnen am späten Nachmittag dann wieder auf den Heimweg.

„Go to Togo“-Spendenlauf der Neustifter Realschülerinnen bringt großartiges Ergebnis von 10.000 €

Gut gelaunt und mit zahlreichen privaten und geschäftlichen Sponsoren im Hintergrund starteten die Columba- Neef-Mädchen am vorletzten Schultag ihren Spendenlauf. Stand das gesamte Schuljahr unter dem Motto „Brücken bauen“, so fand es mit eben diesem Thema seinen gebührenden Abschluss, denn erneut wurden Brücken nach Afrika gebaut, indem das erlaufene Geld den Kindern in Togo zugute kommt. Bereits einige Wochen vorher durften sich die Neustifter Realschülerinnen über einen 3. Platz beim PNP-Stiftungspreis freuen, bei dem ihr eingereichtes Projekt „Go to Togo“, das ihre umfassende Togohilfe dokumentierte, honoriert wurde. Zu den Aktivitäten, mit denen die SMV die Fachjury der PNP überzeugte,  zählte auch der jetzt ausgetragene und von der SMV perfekt organisierte Spendenlauf.
Der Eifer und der Ehrgeiz der Mädchen waren auch bei dieser sportlichen Aktion für Togo wieder beachtlich und es konnte am Ende die stattliche Anzahl von 2.281 Runden, was der genau so großen Anzahl an Kilometern entspricht, verbucht werden. Jede Schülerin fand die für sie geeignete Laufgeschwindigkeit, ob Joggen, Walken oder normal schnelles Gehen – alles war erlaubt und gleichzeitig kann dabei nie auch die interne soziale Komponente zu kurz. Unterwegs fand sich die Gelegenheit zu gemeinsamen Gesprächen, lustigen sowie kurzweiligen Plaudereien, jede Schülerin war stolz, ein wichtiges Mitglied für den gemeinsamen Erfolg zu sein. Im Vorfeld hatte sich jede Schülerin einen Sponsor gesucht, der sich bereit erklärt hatte, einen bestimmten Betrag für einen gelaufenen Kilometer zu spenden. Die Liste der Sponsoren war lang: Neben der Familie, den Freunden oder Bekannten gab es auch große Spendenbereitschaft seitens der in der Region ansässigen Firmen. Prominente Unterstützung erhielt die Schule durch Ortenburgs Bürgermeister Stefan Lang, der zusammen mit Schulleiterin Sr. Vestina Kitzhofer die erste Runde feierlich eröffnete, nachdem Altabt Dr. Christian Schütz der Veranstaltung Gottes Segen und einen guten Verlauf gewünscht hatte. Auch das gesamte Lehrerkollegium beteiligte sich an der SMV-Aktion und überraschte mit ausdauernder Kondition, was viele, zwischendurch auch einmal pausierende Schülerinnen, am Wegrand in frenetische Anfeuerungsrufe einstimmen ließ.
Die Schulfamilie bedankt sich herzlichst bei allen Sponsoren, die diesen Erfolg möglich machten und nicht zuletzt bei der Neustifter Feuerwehr, die für eine sichere Streckenabsperrung und Verkehrsführung sorgte.
Nach Abschluss des Spendenlaufes wurden die Klasse, die die meisten Spenden gesammelt hat, und die Klasse, die die meisten Kilometer erlaufen hat, vor der gesamten Schulfamilie ausgezeichnet. Die Pokale konnten in diesem Schuljahr die beiden Ganztagsklassen 5 b und   6 b erringen.

Ritter Rost reitet in den Zirkus

Schülerinnen der Columba-Neef-Realschule begeistern mit Kindermusical

Auch in diesem Schuljahr haben sich wieder sehr viele Schülerinnen in den Wahlfächern und Projektgruppen „Musik“, „Sprechtheater“, „Schwarzes Theater“, „Tanz“ und Zirkus“ engagiert. Ohne Notendruck können die Mädchen hier ihre Talente und Fähigkeiten einbringen und zeigen, was alles in ihnen steckt. Zudem wird ein Ausgleich zum oftmals doch stressigen Lernalltag geschaffen und Anregungen für sinnvolle Freizeitbeschäftigungen gegeben.
Das ganze Jahr über wird auf eine große, gemeinsame Aufführung hingearbeitet, die gegen Ende des Schuljahres Eltern und Gästen präsentiert wird.
Heuer stand ein großes Theaterprojekt auf dem Programm: „Ritter Rost“, der erste Band der beliebten Kindermusicals von Jörg Hilbert und Felix Janosa sollte gemeinsam auf die Beine gestellt werden.
Nachdem alle Gruppen das Jahr über alleine Rollen einstudierten, Tänze probten, Kulissen und Zubehör bauten, Lieder übten und sich Zirkusnummern ausdachten, wurden in den letzten Wochen alles zusammengetragen und zu einem abendfüllenden Stück zusammengesetzt.
Während dieser gemeinsamen Probenarbeit, an der oftmals über 100 Schülerinnen gleichzeitig in der Aula sind, geht es nicht nur um Tanz oder Theater, sondern auch um das Einüben von sog. Soft Skills, wie Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit und Konfliktfähigkeit. Es muss immer wieder etwas umgestellt, etwas anderes ausprobiert werden, bevor so eine Aufführung steht. Durch ihre Beiträge wird aber auch das Selbstbewusstsein der Mädchen gestärkt, sie üben Selbstdisziplin, Vertrauen auf andere und Rücksichtnahme ein.
Und wenn dann am Ende so ein tolles Ergebnis herauskommt, wie in diesem Jahr, sind alle stolz auf sich. Und das dürfen wir auch wirklich alle sein!

Projektschulaufgabe Deutsch der Klassen 6a/b

In den unteren Jahrgangsstufen der Realschule ist es möglich, eine „normale“ Schulaufgabe durch ein sogenanntes bewertetes Projekt  (Projektschulaufgabe) zu ersetzen. Diese Art der Schulaufgabe bietet die Möglichkeit, auch im Deutschunterricht Aktualität und Wirklichkeitsbezug  einzubringen. Von diesen Tatsachen ausgehend kamen wir auf die Idee, in den 6. Klassen die in diesem Jahr stattfindende Fußball-WM in Brasilien zum Thema zu machen. Die Mädchen der Klassen suchten sich zunächst jeweils eine Partnerin, mit der sie gut zusammenarbeiten können. Diese „Sympathieduos“ wurden zu größeren Gruppen zusammengelost. Die Gruppen, die meist aus fünf Schülerinnen bestanden, wurden durch das Losverfahren durchgemischt, so dass sich mitunter zunächst manch heterogene Paarungen ergaben, die sich im Verlauf der drei Wochen aber meist zu richtig verschworenen Gemeinschaften entwickelten.  Jedem Team wurde dann ein Land, das an der WM teilnimmt, zugelost.
Folgende Aufgaben mussten im Team bearbeitet werden:
Es sollte das Land, das die Gruppe“ erlost“ hatte mittels eines Plakats vorgestellt werden. Dann war eine Powerpoint-Präsentation gefordert, in der die Mädchen die Fußballmannschaft des Landes ausführlich porträtieren sollten. Hier waren Informationen zu den Spielern, zum Trainer, zur Qualifikation usw. gefragt. Außerdem musste sich jedes Team mit einem WM-Stadion, in dem die betreffende Mannschaft spielt und der Stadt, in der sich das Stadion befindet, befassen. Alle Informationen mussten in der Gruppe verteilt und bearbeitet werden. Die Ergebnisse sollten in einer Mappe gesammelt und in einem 15-minütigen Vortrag präsentiert werden.
Neben diesen eher theoretischen Aufgaben gab es aber auch kreative Aufgaben zu bewältigen. So musste jede Gruppe einen „Fantanz“ einstudieren. Dazu mussten die Mädchen zunächst eine passende Musik auswählen und eine Choreographie einstudieren, die zum Land passen sollte. Außerdem gab es noch mehrere Wahlaufgaben, aus denen man auswählen konnte. Und so wurden am „Schulaufgabentag“ nicht nur viele Informationen zu den Ländern und Spielern gegeben, die an der WM teilnehmen, sondern es wurde auch getanzt, selbstentworfene Trikots präsentiert oder selbstgemachte WM-Bälle vorgeführt. Einige Schülerinnen haben sich sogar die Mühe gemacht und zuhause gekocht bzw. gebacken und ein typisches Gericht zum Verkosten für die Jury mitgebracht. Der Vormittag verging wie im Flug und die Zuschauer konnten ein abwechslungsreiches und informatives Programm miterleben.
Die Hauptziele der Projektschulaufgabe - Umgang mit informativen Texten, Einübung von Präsentationstechniken, Mitgestaltung des Schullebens sowie Kooperation in einer Gruppenarbeit - konnten erreicht werden. Die Schülerinnen haben einen ersten Eindruck gewonnen, was auf sie bei der „großen“ Projektpräsentation in der 9. Klasse auf sie zukommt.  Zudem fallen durch das große Engagement jeder Schülerin  die Ergebnisse zudem auch etwas besser als bei einer "normalen" Schulaufgabe aus,  was eine zusätzliche Motivation für den Deutschunterricht in den kommenden Jahren sein könnte. Benotet wurden natürlich nicht nur die inhaltlichen Aspekte und die Vortragsweise, sondern auch Fairness, Zuverlässigkeit und Kooperation während der gesamten Teamarbeit.

 

Ein Tag für Togo

Realschülerinnen spenden 600 Euro für Schulen in Afrika – Schwester Stella aus Togo zu Besuch
Neustift. Die Welthungerhilfe veranstaltet seit Jahrzehnten jedes Jahr rund um den Welternährungstag die Woche der Welthungerhilfe. Auch die Schülerinnen der Columba-Neef-Realschule hatten sich in diesem Schuljahr vorgenommen, etwas gegen den Hunger in der Welt zu tun und aktiv zu helfen.
So war es sehr willkommen, dass sich dieser Tage an der Columba-Neef-Realschule Neustift besonderer Besuch angesagt hatte: Schwester Stella aus Togo, Gründerin und Leiterin eines Kinderkrankenhauses und zweier Waisenhäuser in dem kleinen Land in Westafrika, besuchte die Schülerinnen der Realschule, die wiederum seit vielen Jahren finanziell die dort lebenden Kinder und Aidswaisen unterstützen.

Schwester Stella, die mit 24 Jahren der togoischen Niederlassung des Kloster der französischen Sacré Coeur Schwestern beitrat und eine Zeit lang in deren Kloster in Belgien verbrachte, berichtete über ihr Leben und ihre Arbeit vor Ort in Afrika. So entschloss sie sich, nach dem Aids-Tod eines Bruders und einer Schwägerin, sich gerade für diese betroffene Gruppe von Hilfsbedürftigen einzusetzen.
Die herzliche und offene Art der engagierten Schwester und ihre beeindruckenden Erfahrungsberichte berührten die Schülerinnen sehr und hinterließen zudem großen Respekt bei allen Zuhörerinnen. Zudem bestand ausreichend Gelegenheit Schwester Stella alle möglichen Fragen zu stellen, etwa zur Schulsituation, zu Lebensumständen oder Alltag der afrikanischen Kinder, wobei sich die Französischschülerinnen der 10. Klasse erfreulicherweise mit einbrachten und ihre erworbenen Sprachkenntnisse gleich anwenden konnten.

Der Besuch wurde umrahmt von weiteren Aktionen zum Thema Afrika. So wurden in Workshops Spielsachen aus Altmaterialien gebastelt oder auch Ketten und Armbänder angefertigt. Afrikanische Märchen, eine Internetrecherche zu Afrika oder Aktionen rund um die Thematik "Fair Trade", ein Kunstprojekt, das den gemeinsamen Einsatz für Afrika thematisierte, rundeten den Vormittag ab.

Im Anschluss daran wurde Schwester Stella in der Turnhalle mit verschiedenen tänzerischen und gesanglichen Darbietungen überrascht, etwa mit einer typisch bayerischen aber auch afrikanischen Tanzeinlage. In der Pause und am Mittag wurden alle Schülerinnen und Lehrer mit einem gesundem Imbiss verköstigt, bevor sich die Schülerinnen zu einer gemeinsamen Wanderung aufmachten, die unter dem Motto des Katholischen Kirchentages 2014 stand: "Mit Christus Brücken bauen". Diese Losung hat auch die Realschule als Jahresmotto gewählt. Angelehnt daran führte die Wanderung über sieben Brücken und wieder zurück zur Schule, um dem Motto des gesamten Tages, Brücken nach Afrika zu bauen, ein weiteres Mal gerecht zu werden. Zum Abschluss konnte Schwester Stella von der SMV einen Scheck über 600 Euro in Empfang nehmen, Spenden der Columba-Neef-Schülerinnen für ihre Altersgenossen in Afrika. Schulleiterin Schwester Vestina Kitzhofer dankte allen Schülerinnen und den Lehrkräften für ihren Einsatz an diesem Tag, der zeigte, dass das Motto der Welthungerhilfe "Die Welt ist nicht gerecht. Ändern wir’s!", verstanden und praktisch umgesetzt wurde. Das gespendete Geld wird Schwester Stella dafür verwenden, armen Schülerinnen eine Schulbildung zu ermöglichen und für bessere Ausstattung an ihren Schulen zu sorgen.

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