Religiöses Leben an unserer Schule


Als benediktinische Schule liegt uns das religiöse Leben besonders am Herzen. So feiern wir jedes Jahr mit der ganzen Schulfamilie und dem Kloster gemeinsam das Fest des heiligen Benedikt oder das der heiligen Scholastika, um uns auf die Wurzeln unseres christlichen Wertekanons zu besinnen. Darüber hinaus  wollen wir unseren Schülerinnen ermöglichen,  die besonderen Zeiten im Kirchenjahr bewusst und aktiv mitzuerleben. Dies geschieht nicht nur durch Gottesdienste an den Hochfesten vor Weihnachten und Ostern, sondern vor allem durch Zusatzangebote wie zum Beispiel besinnliche Andachten im Advent, Nikolausfeiern oder  Maiandachten im Klostergarten.

Die christliche Prägung unseres alltäglichen Lebens ist uns wichtig. Deshalb beginnen und beenden wir jeden Schultag mit einem Gebet in der Klasse. Wir fördern tatkräftiges christliches Engagement durch Benefizaktionen für unsere Partnerschule in Togo oder Notleidende in unserer Umgebung, zum Beispiel Aidskranke oder Hochwassergeschädigte. So wollen wir unseren Schülerinnen die Erfahrung Benedikts mit auf den Weg geben, dass Beten Kraft schenken kann und dass es Freude macht, sich im praktischen Arbeiten für andere einzusetzen.
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Wie in den drei letzten Schuljahren haben wir auch für heuer wieder ein Motto gewählt,
das uns durch das Schuljahr 2017/2018 begleiten soll.


Unsere Wahl fiel auf eine Stelle im Psalm 18, die wir für unsere Schulfamilie so übersetzt haben:

„Mit unserem Gott springen wir über Mauern“

Dieser Satz soll uns in diesem Jahr begleiten und uns immer wieder als Anlass dienen, um innezuhalten und gemeinsame Aktionen durchzuführen. 
Wie uns in unserem ökumenischen Anfangsgottesdienst klar gemacht wurde, gibt es für alle von uns immer wieder Mauersteine, die sich vor uns auftürmen, die uns Angst machen und die uns als Mauer von den anderen trennen.  Aber wenn wir gemeinsam die Probleme angehen, uns gegenseitig helfen und füreinander da sind, dann können wir die Mauer vor uns – und manchmal auch in uns – überspringen.
 
Ich wünsche uns allen, dass wir uns in unserem Schwung, mit dem wir in dieses Schuljahr gehen, von nichts ausbremsen lassen, was sich uns wie eine Mauer in den Weg stellen will. Denn gemeinsam und mit der Hilfe Gottes können wir die Mauern überspringen.

Sr. M. Vestina Kitzhofer






Das Fest der Hl. Scholastika, unseren alljährlichen "Schulfeiertag", feierten wir am 10. Februar 2017.

Traditionen werden an der Columba-Neef-Realschule stets gepflegt und so konnten sich alle Schülerinnen anlässlich des Namenstages der Heiligen Scholastika, der Zwillingsschwester des Heiligen Benedikt, wie fast jedes Jahr über ein unterhaltsames und familiär geprägtes Schulfest freuen, natürlich zusammen mit den Benediktinischen Schwestern der Anbetung. Begonnen wurde am Vormittag mit drei verschiedenen kleinen Andachten, die jeweils auf die unterschiedlichen Altersklassen der Mädchen abgestimmt waren und die von der Religionslehrerin Sr. Dagmar Kreitmayr vorbereitet wurden. Die Jüngsten wurden mit der Person der Heiligen Scholastika vertraut gemacht, sie erfuhren bei Meditation, Fürbitten und Liedern allerlei Wissenswertes über das Wirken dieser Heiligen. So lernten sie zum Beispiel, dass die Taube als Symbol für die Heilige gilt, da sie ihrem Bruder in Form einer Taube erschienen war. Die Taube als Friedenssymbol diente außerdem dazu, zum Abschluss dieser kleinen Andacht gute Wünsche und Hoffnungen zu äußern. Die älteren Schülerinnen setzten sich ebenfalls mit dem Leben der Heiligen Scholastika auseinander, hier sollte den Mädchen zudem die Bedeutung der Namen „Scholastika“ (= die Lernende) oder auch von „Benedikt“ (= Gutes sagen) verdeutlicht werden. Auch in dieser Runde trugen die Schülerinnen Fürbitten vor, außerdem wurde die Meditation musikalisch umrahmt.

Anschließend hatten alle Schülerinnen ein interessantes, humorvolles sowie beschwingtes Programm vorbereitet. Große Anerkennung ernteten einige Schülerinnen aus der 9. Klasse, die sich im Rahmen der Projektschulaufgabe mit dem Kloster Neustift beschäftigt hatten, und bei dieser Gelegenheit erneut ihre Präsentation der gesamten Schulfamilie vorführten. In sehr kurzweiliger Art und Weise und mit viel fundierten Kenntnissen über die Entstehung des Klosters bis hin zur Erklärung der Räumlichkeiten im Kloster, des Klosterlebens beeindruckten sie das Publikum, das zudem mit Power-Point-Präsentation und einem tollen selbst gebauten Anschauungsobjekt die Ausführungen äußerst einprägsam verdeutlicht bekam. Weitere Highlights waren selbst kreierte Tänze einiger Mädchen, daneben sorgten amüsante Sketsche für eine lockere Feier. Dass die Mädchen auch musikalisch fit sind, bewiesen bereits die 5. Klassen mit zwei freudig vorgetragenen Liedern, die Musiklehrkraft Sr. Gabriele Kren mit den Schülerinnen einstudiert hatte und bei denen die Mädchen stimmsicher auftraten. Auch das Gitarrenensemble unter Leitung von Musiklehrer Andreas Köck gab eine Kostprobe seines Könnens. Immer wieder erfreulich sind auch die Soloeinlagen einzelner Schülerinnen, die bei dieser Gelegenheit ihre musikalische Begabung einem größeren Publikum präsentierten. Mit einer Boomwhackersamba der 6. Klasse klang der Vormittag schwungvoll aus und die Schulfamilie machte sich beschwingt auf ins Wochenende.



Realschülerinnen spenden 600 Euro für Schulen in Afrika –
Schwester Stella aus Togo zu Besuch
 

Neustift. Die Welthungerhilfe veranstaltet seit Jahrzehnten jedes Jahr rund um den Welternährungstag die Woche der Welthungerhilfe. Auch die Schülerinnen der Columba-Neef-Realschule hatten sich in diesem Schuljahr vorgenommen, etwas gegen den Hunger in der Welt zu tun und aktiv zu helfen.

So war es sehr willkommen, dass sich dieser Tage an der Columba-Neef-Realschule Neustift besonderer Besuch angesagt hatte: Schwester Stella aus Togo, Gründerin und Leiterin eines Kinderkrankenhauses und zweier Waisenhäuser in dem kleinen Land in Westafrika, besuchte die Schülerinnen der Realschule, die wiederum seit vielen Jahren finanziell die dort lebenden Kinder und Aidswaisen unterstützen.

Schwester Stella, die mit 24 Jahren der togoischen Niederlassung des Kloster der französischen Sacré Coeur Schwestern beitrat und eine Zeit lang in deren Kloster in Belgien verbrachte, berichtete über ihr Leben und ihre Arbeit vor Ort in Afrika. So entschloss sie sich, nach dem Aids-Tod eines Bruders und einer Schwägerin, sich gerade für diese betroffene Gruppe von Hilfsbedürftigen einzusetzen.
Die herzliche und offene Art der engagierten Schwester und ihre beeindruckenden Erfahrungsberichte berührten die Schülerinnen sehr und hinterließen zudem großen Respekt bei allen Zuhörerinnen. Zudem bestand ausreichend Gelegenheit Schwester Stella alle möglichen Fragen zu stellen, etwa zur Schulsituation, zu Lebensumständen oder Alltag der afrikanischen Kinder, wobei sich die Französischschülerinnen der 10. Klasse erfreulicherweise mit einbrachten und ihre erworbenen Sprachkenntnisse gleich anwenden konnten.

Der Besuch wurde umrahmt von weiteren Aktionen zum Thema Afrika. So wurden in Workshops Spielsachen aus Altmaterialien gebastelt oder auch Ketten und Armbänder angefertigt. Afrikanische Märchen, eine Internetrecherche zu Afrika oder Aktionen rund um die Thematik "Fair Trade", ein Kunstprojekt, das den gemeinsamen Einsatz für Afrika thematisierte, rundeten den Vormittag ab.

Im Anschluss daran wurde Schwester Stella in der Turnhalle mit verschiedenen tänzerischen und gesanglichen Darbietungen überrascht, etwa mit einer typisch bayerischen aber auch afrikanischen Tanzeinlage. In der Pause und am Mittag wurden alle Schülerinnen und Lehrer mit einem gesundem Imbiss verköstigt, bevor sich die Schülerinnen zu einer gemeinsamen Wanderung aufmachten, die unter dem Motto des Katholischen Kirchentages 2014 stand: "Mit Christus Brücken bauen". Diese Losung hat auch die Realschule als Jahresmotto gewählt. Angelehnt daran führte die Wanderung über sieben Brücken und wieder zurück zur Schule, um dem Motto des gesamten Tages, Brücken nach Afrika zu bauen, ein weiteres Mal gerecht zu werden. Zum Abschluss konnte Schwester Stella von der SMV einen Scheck über 600 Euro in Empfang nehmen, Spenden der Columba-Neef-Schülerinnen für ihre Altersgenossen in Afrika. Schulleiterin Schwester Vestina Kitzhofer dankte allen Schülerinnen und den Lehrkräften für ihren Einsatz an diesem Tag, der zeigte, dass das Motto der Welthungerhilfe "Die Welt ist nicht gerecht. Ändern wir’s!", verstanden und praktisch umgesetzt wurde. Das gespendete Geld wird Schwester Stella dafür verwenden, armen Schülerinnen eine Schulbildung zu ermöglichen und für bessere Ausstattung an ihren Schulen zu sorgen.

  Besuchen Sie uns in Neustift bei Ortenburg

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